Tag 8: weltweit

Kinder und Eltern der Missionare

Missionarskinder gehören zu den „Third Kultur Kids“ (Kinder mit dritter Kultur). Das heißt, sie werden in ihrer Familie in der Regel deutsch geprägt (Sprache, Gewohnheiten, Kultur). Gleichzeitig leben sie in ihrem Alltag (Schule, Freunde) in einer ganz anderen Situation.

Das ist einerseits eine große Bereicherung: Schon früh lernen sie mehrere Sprachen und machen Erfahrungen, die viele Erwachsene nicht kennen. Andererseits führt diese Situation zu einer gewissen Entwurzelung: Im Einsatzland sind sie die deutschen Ausländer; sobald sie nach Deutschland kommen, stellen sie fest, dass dies auch nicht ihre Heimat ist. Dieses Gefühl der Heimatlosigkeit kann zu Verunsicherung und Orientierungslosigkeit führen.

Auch die Eltern der Missionare sind an der Sendung beteiligt. Sie geben ihr „Ja“ zur Sendung ihrer Kinder. Mit zunehmendem Alter erleben sie, wie sehr „die Länge der Zeit die Last trägt.“ Reisen zu ihren Kindern, die vorher gut möglich waren, gestalten sich schwieriger oder finden nicht mehr statt. Wer wird ihnen im Alter zur Seite stehen, sie begleiten und versorgen? Immer wieder muss das „Ja“ zum Auftrag Jesu und Sendung ihrer Kinder gesprochen werden.

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Wir danken:

  • für die Eltern der Missionare, die hinter der Sendung ihrer Kinder stehen.
  • für die Kinder der Missionare.

Wir bitten:

  • um Weisheit der Eltern bei den wichtigen Entscheidungen für ihre Kinder (Erziehung, Schule, Internat) und um innere und äußere Bewahrung der Kinder.
  • dass die Kinder trotz eingeschränktem Heimatgefühl in dieser Welt sich ihrer himmlischen Heimat ganz sicher sind und bei Gott Geborgenheit und Halt finden.
  • dass Kinder bei einer endgültigen Rückkehr nach Deutschland (Beruf, Studium) ein tragendes Heimatgefühl entwickeln.
  • dass die Eltern der Missionare heute konkret von Gott gestärkt und mit dem versorgt werden, was sie brauchen.